Reisen nach Venezuela – kleine Gruppen & individuell

Klima 

In Venezuela herrscht tropisches Klima, jedoch kann das Land durch die seine Topographie in vier Klimazonen unterteilt werden. Je nach Region findet man tropisches, gemäßigtes oder alpines Klima. Eine Regenzeit herrscht von Mai bis November, wobei Juni und August die feuchtesten Monate sind. Im Süden des Landes ist es das ganze Jahr über tropisch-feucht mit hohen Niederschlägen. Die Temperaturen variieren je nach Höhe. Die kühlsten Monate sind Dezember und Januar und die wärmsten März und April. Im Flachland liegt die Durchschnittstemperatur bei ca. 29°C und im Hochgebirge bei unter 8°C. Je nach Region können die Temperaturunterschiede 50°C betragen.  

Empfehlenswerte Monate für einen Badeurlaub sind die Monate Dezember bis April, aber auch die anderen Monate bieten eine Möglichkeit für Wassersportaktivitäten. Bei Exkursionen im Landesinneren sollte man auf die feuchten Monate von Mi bis August verzichten. 

Währung und Geldwechsel  

Die Landeswährung und offizielles Zahlungsmittel in Venezuela ist der Bolívar Fuerte (VEF). Ein Geldwechsel von Euro in die Landeswährung ist vor Reiseantritt nicht ratsam. Einen besseren Kurs wird man bei der Ankunft in Venezuela bekommen. Aufgrund der anhaltenden Inflation ist die Mitnahmen von US Dollar empfehlenswert da dieser meist gegenüber der Landeswährung bevorzugt wird. Euro kann, wenn überhaupt in Banken der Hauptstadt umgetauscht werden. Das bargeldlose Zahlen ist in Venezuela jedoch ohne Probleme möglich. Achtung, es werden hier nur Kreditkarten und keine EC-Karten akzeptiert. Auch Geld kann man in Venezuela abheben. Wer mit der EC- Karte Geld abheben muss, sollte auf extra gekennzeichnete Automaten achten und in allen Regionen sind außerdem Geldautomaten vorhanden, bei welchen mit der Kreditkarte Geld abgehoben werden kann. Zu beachten gilt, dass meistens eine Auslandseinsatzgebühr fällig wird, die bei einer EC-Kartenabhebung bei ca. 5-10 € liegt, bei der Kreditkartenabhebung ist mit etwa 1-4 % des Abhebungsbetrages zu rechnen.  Auch muss man in Venezuela etwas Zeit einplanen, wenn es darum geht Geld abzuheben. Häufig sind Geldautomaten leer, es gibt eine lange Schlange oder es wird eine venezolanische Personalausweisnummer verlangt.  

Sicherheit 

Seit Anfang des Jahres 2019 kommt es landesweit und insbesondere in der Landeshauptstadt Caracas zu Protesten und Demonstration mit immer widerkehrenden gewalttätigen Auseinandersetzungen. Wichtig ist es sich als Tourist regelmäßig über die angespannte Lage im Land zu informieren. Man sollte sich vor Menschenansammlungen und Demonstrationen fernhalten und diese unbedingt meiden. Durch die unsichere Lage in Venezuela ist die Versorgung mit Strom und Trinkwasser nicht überall garantiert und wird nicht in der gewohnten europäischen Qualität zur Verfügung gestellt. Es sollte somit auch das gesundheitliche Risiko nicht außer Acht gelassen werden. Zudem besteht ein Mangel an Banknoten, so dass eine regelmäßige Versorgung mit Bargeld nicht garantiert werden kann. Durch die schlechte Sicherheitslage wird auch der Flughafen in Caracas nicht regelmäßig und von allen Fluggesellschaften angeflogen. Es kann zu Ausfällen und Flugplanänderungen kommen. Es ist ratsam sich vor der Reise verbindliche Informationen bei der Fluggesellschaft einzuholen.  

Einkaufen 

Durch die anhaltende Krise in Venezuela ist auch die wirtschaftliche Lage sehr schlecht. Durch die Hyperinflation ist der venezolanische Bolivar wertlos. Alle Waren sind somit unheimlich teuer oder auch gar nicht mehr vorhanden. Durch die Krise sind selbst viele Geschäfte leergekauft und man muss häufig Schlange stehen, um bestimmte Produkte kaufen zu können. Da die Währung sehr instabil ist, ist es wichtig auf den aktuellen Wechselkurs zu schauen und diesen im Blick zu behalten. Sonst kann schon ein keiner Snack ungewollt sehr viel Geld kosten.